Neue Einsichten ins Urheberrecht

Eine längere Aussprache habe ich mit Furtwängler über eine Unmenge an musikpolitischen Fragen. Vor allem ist Furtwängler sehr besorgt darüber, daß seine auf Magnetophonband aufgenommenen Darbietungen Beethovenscher und Brucknerscher Symphonien jetzt willkürzlich und zu einer Zeit, die dem Rundfunk beliebt, über die Sender wiedergegeben werden können. Er hat Recht mit der Erklärung, daß der Rundfunk nicht durch eine einmalige Aufnahme eines großen Musikwerkes damit für alle Ewigkeit das Recht auf Wiedergabe darauf erworben habe. Joseph Goebbels, Tagebücher, 24.6. 1944.

Musik und ich

Die Musik und ich, wir sind nicht immer die besten Freunde. Ich habe meine Freunde immer dafür bewundert, nach einem Durchlauf eines Albums sagen zu können, ob sie es gut finden. Ich brauchte vier, fünf Durchläufe mindestens, damit bei mir einzelne Lieder hängenblieben. Vorher war und ist es für mich nur Geräusch angenehmer oder unangenehmer Art.

Dementsprechend war ich eigentlich immer prädestiniert für dir Vor-Napster-Welt. Ich hatte bis zu meinem Abitur ein Taschengeld von 35€ monatlich, zusammen mit Kneipengängen und sonstigem blieb mir da Geld für ein Album im Monat. Das ließ ich mir von Intro, Visions und dem EinsLive Kultkomplex (der nun Plan B heißt) empfehlen, ganz selten von Freunden. So kaufte ich mir “Rock” von Surrogat, “Hello Nasty” von den Beastie Boys und “Sky Valley” von Kyuss. Und weil ich sonst nichts hören konnte außer Radio, hörte ich diese Alben oft. So oft, dass ich “Gib mir alles”, “Body movin” und den Hidden Track direkt nach Whitewater bis heute in allen Ausformungen auswendig kenne.

Dann kam Napster, danach Audiogalaxy und Kazaa, und alles was danach passierte. Ich möchte gar nicht groß auf die moralischen und rechtlichen Dimensionen eingehen – jedenfalls ist es jetzt ungleich einfacher, an Musik zu kommen. Sei es, um die legalen Möglichkeiten zu erwähnen, über MySpace, sei es über YouTube. Und meine Freizeit hat sich verringert. Seitdem ist es für mich ungleich schwerer, mich für neue Musik zu begeistern. Einfach, weil ich bei der schieren Masse nicht dazu komme, alles ausreichend oft zu hören, um fundiert über Gutfinden und Nichtgutfinden zu entscheiden.

So kommt es, dass es mit den Jahren im Dezember immer schwieriger wurde, einen kompletten Jahressampler zusammenzukriegen (während es 2001-2003 eigentlich Doppel-CDs hätten sein müssen).

Und daraus erwächst, dass ich für manche Sachen wahnsinnig viel Zeit brauche. Das Album von Justice habe ich mit zwei Jahren Verspätung kennen und lieben gelernt. Den Übersong “Little Lion Man” von Mumford&Sons musste ich mir mit viel Motivation schön hören.

Deswegen bin ich mittlerweile dankbar über Empfehlungen von Freunden. Paul zum Beispiel schenkte mir das Album von Hundreds aus Berlin, das mich gestern abend umgeworfen hat. Die Arkells dagegen habe ich durch die “Könnte dir auch gefallen”-Funktion eines Torrent-Portals gefunden. Wenn ich recht überlege dürfte die letzte Platte, die ich mir aufgrund von Presseberichten gekauft habe, “An Episode of Sparrows” von den Paperbacks gewesen sein. Im Winter 2003.

Wie dem auch sei: Meine Empfehlungen der letzten Monate. Jetzt. Hier. Auf dass sich vielleicht jemand mit etwas davon anfreunden kann. Und ich auch mal ein Empfehler bin.

Gerade jetzt: Solidarität mit Israel

Man muss Horst Köhler fast nochmal dankbarer für seinen Rücktritt sein. Ohne diesen würde ich schon wieder kotzend durch die Wohnung laufen ob der aktuellen Israel-Berichterstattung.

Vorneweg: Es ist schlimm, wenn Menschen stimmen. Noch furchtbarer, wenn sie durch die Hand anderer Menschen sterben. Was auf der Mavi Marmara geschehen ist, hätte nicht geschehen dürfen. Keine Diskussion.

Dennoch gibt es hier Ursache und Wirkung zu beachten. Deshalb ganz von vorne.

Insofern war es ein Affront, wie der Transport der “Hilfslieferungen” organisiert wurde. Die Hamas jubilierte schon Reisebeginn “Wenn das Schiff Gaza erreicht: Sieg – wenn es von den Zionisten terrorisiert wird: Sieg”. Die Mitgründerin der “Free Gaza”-Bewegung, Greta Berlin, stellte unumwunden fest: “Bei dieser Mission geht es nicht darum, humanitäre Güter zu liefern, es geht darum, Israels Blockade zu brechen”.

Dies zeigte sich auch daran, dass sämtliche Kompromissvorschläge, die den Aktivisten unterbreitet wurden, abgelehnt und ignoriert wurden.

Ganz offenbar ging es den Free Gaza-Aktivisten nicht um die Hilfsmittel, sondern darum, einen Eklat zu provozieren, bei dem die Israelis als die Bösen dastehen (ausdrücklich nicht: dass sie Todesopfer provozieren wollten). Das ist voll aufgegangen. Israel steht in der Kritik. Vordergründig wegen der amateurhaften Umsetzung der Operation. Aber dahinter steht noch mehr. Allenthalben werden im Internet Berichte und Videos verlinkt, in denen israelische Bürger die Kampfhandlungen bejubeln. Nur wenig liest man von den versuchten Botschaftsstürmungen in zahlreichen gemäßigt islamischen Ländern. Von den Plakaten, auf denen ein neuer Holocaust gefordert wird, ganz zu schweigen. Hemmungslose Idioten gibt es doch auf beiden Seiten.

Dennoch gilt, was immer gilt:

Wenn die Palästinenser die Waffen niederlegen, gibt es Frieden. Wenn Israel die Waffen niederlegt, gibt es kein Israel mehr.

Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung

Wer aus der Türkei stammt, kennt dort eine sehr strikte Trennung zwischen Religion und Staat, wir hier in Deutschland kennen diese Trennung auch, aber wir haben ein christliches Wertefundament was sich eben auch durch christliche Symbole in Schulen ausdrückt.

Heute in der Tagesschau. Zu Frau Özkan. Die in Hamburg geboren ist. Die in Hamburg ihr Abitur gemacht hat. In Hamburg studiert hat. Und nun in Niedersachsen Sozialministerin werden soll.

Eine Denke wie diese, auch noch von der Integrationsbeauftragten geäußert, macht doch völlig klar, wieviel hier noch falsch läuft, wo Menschen offenbar nach ihrem Erbgut beurteilt werden.

girls.

I was half in love with her by the time we sat down. That’s the thing about girls. Every time they do something pretty, even if they’re not much to look at, or even if they’re sort of stupid, you fall half in love with them, and then you never know where the hell you are. Girls. Jesus Christ. They can drive you crazy. They really can.

Machs gut, J.D.

Endzeit (2000)

1. The Weakerthans – Left and leaving (4:45)
2. Johnny Cash – One (3:53)
3. Bright Eyes – A Scale, A Mirror And Those Indifferent Clocks (2:45)
4. Miles – Perfect World (3:12)
5. Richard Ashcroft – A Song for the Lovers (5:26)
6. Air – Playground Love (3:31)
7. Coldplay – Don’t panic (2:16)
8. Kante – Die Summe Der Einzelnen Teile (4:53)
9. Surrogat – Seid Ihr Mit Mir (3:17)
10. The (International) Noise Conspiracy – Capitalism Stole My Virginity (3:32)
11. At The Drive-In – Arcarsenal (2:54)
12. Cave In – Jupiter (3:17)
13. Jets To Brazil – One Summer Last Fall (5:03)
14. Queens of the Stone Age – The Lost Art of Keeping a Secret (3:36)
15. Rancid – Let Me Go (3:13)
16. A – Old Folks (3:54)
17. Deftones – Back to School (Mini Maggit) (3:57)
18. Muff Potter – Das Frozen Man Syndrom (5:10)
19. Rage Against The Machine – Renegades of Funk (4:35)
20. Primal Scream – Kill All Hippies (4:57)

Endzeit (2001)

1. Fantômas – The Godfather (2:46)
2. Ben Folds – Still Fighting It (4:25)
3. Muse – Feeling Good (3:19)
4. Blackmail – Same Sane (3:45)
5. Fu Manchu – Squash That Fly (2:56)
6. Karma to burn – 5 (4:50)
7. Jimmy Eat World – A Praise Chorus (4:03)
8. Ash – Burn Baby Burn (3:28)
9. Backyard Babies – Brand New Hate (3:01)
10. Rival Schools – Hooligans For Life (2:26)
11. The Strokes – Last Nite (3:17)
12. New End Original – Lukewarm (4:18)
13. John Frusciante – Going Inside (3:36)
14. Thursday – Cross Out The Eyes (4:08)
15. Slipknot – People=Shit (3:35)
16. System of a Down – Toxicity (3:38)
17. Stone Temple Pilots – Long Way Home (4:32)
18. Gorillaz – Clint Eastwood (5:39)
19. Tricky – Evolution Revolution Love (4:12)
20. Radiohead – The National Anthem (5:51)

Endzeit (2002)

1. Desaparecidos – Greater Omaha (4:14)
2. Hot Water Music – Trusty Chords (2:49)
3. Phantom Planet – California (3:14)
4. Kettcar – Money left to burn (4:34)
5. Snapcase – Believe, Revolt (2:27)
6. Hatebreed – Hollow Ground (2:39)
7. Poison the Well – Parks and What You Meant to Me (3:47)
8. Queens Of The Stone Age – First It Giveth Number One (3:18)
9. Beauty To Ashes – How To Put Out A Fire With Gasoline (2:43)
10. Bright Eyes – Method Acting (3:41)
11. Oasis – Little By Little (4:49)
12. Pearl Jam – I Am Mine (3:36)
13. Coldplay – A Rush Of Blood To The Head (5:51)
14. Johnny Cash – Hurt (3:36)
15. Mclusky – Alan Is A Cowboy Killer (4:09)
16. Sugababes – Freak Like Me (3:09)
17. Thursday – Jet Black New Year (4:49)
18. Boy Sets Fire – Release the Dogs (3:08)
19. Down – The Seed (4:21)
20. Isis – Weight (10:46)

Endzeit (2003)

1. Boysetsfire – Eviction Article (4:09)
2. From Autumn To Ashes – The After Dinner Payback (2:51)
3. HORSE The Band – Bunnies (3:33)
4. The Postal Service – Such Great Heights (5:55)
5. Tomte – Für immer die Menschen (4:20)
6. Death Cab For Cutie – The New Year (4:06)
7. The Strokes – 12:51 (2:33)
8. Beyoncé Knowles feat. Jay-Z – Crazy In Love (3:57)
9. Muse – Time is Running Out (3:56)
10. Cursive – Some Red Handed Slight of Hand (1:52)
11. Rancid – Travis Bickle (2:18)
12. muff potter – Das Ernte 23 Dankfest (3:59)
13. The Weakerthans – Reconstruction Site (2:44)
14. The Paperbacks – I Suffer This Like A Dream (6:36)
15. Wir Sind Helden – Müssen Nur Wollen (3:35)
16. Adam Green – Friends of Mine (2:49)
17. Appleseed Cast – Hanging Marionette (4:05)
18. Thursday – For The Workforce, Drowning (3:16)
19. The Blood Brothers – Pink Tarantulas (3:36)
20. Billy Talent – Living in the Shadows (3:15)

Endzeit (2004)

1. Elliott Smith – Coast to Coast (5:35)
2. Morrissey – First Of The Gang To Die (3:38)
3. Modest Mouse – Float On (3:28)
4. Kelis – Trick Me (3:28)
5. Interpol – slow hands (3:04)
6. Mewithoutyou – January 1979 (3:26)
7. Converge – Last Light (3:33)
8. McLusky – Without MSG I Am Nothing (2:57)
9. Social Distortion – Reach for the Sky (3:31)
10. Jimmy Eat World – Futures (3:58)
11. The Get Up Kids – Martyr Me (3:26)
12. Marr – Are You There? (3:42)
13. Isis – So Did We (7:31)
14. The Arcade Fire – Rebellion (Lies) (5:10)
15. Slipknot – Duality (4:12)
16. Snoop Dogg – Drop It Like It’s Hot (feat. Pharrell) (4:32)
17. Chris Brokaw – My Confidante (3:03)
18. Kante – Zombi (4:32)
19. Tiger Lou – Sell Out (2:56)
20. Bright Eyes – Lua (4:30)

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