Musikdarwinismus

Eigentlich wurde bei Nerdcore schon alles wichtige zum offenen Brief der Künstler an Frau Merkel gesagt, aber eins noch: Olli Schulz hat mal gesagt, er fände gut am ganze Downloaden, dass irgendwann nur noch die Musik machen, denen das wirklich wichtig ist, und die auch bereit sind, für etwas weniger Geld dem nachzugehen, was ihre Passion ist. Dementsprechend meine spontane Liste von Unterzeichnern, denen ich wünsche, mit etwas anderem als “geistigem Eigentum” ihr Geld zu verdienen:

2raumwohnung, Fatih Akin, BAP, Detlev Buck, Yvonne Catterfeld, Roger Cicero, Culcha Candela, Samy Deluxe, Joy Denalane, Helmut Dietl, DJ Ötzi, Bernd Eichinger, EL*KE, Herbert Grönemeyer, Max Herre, Höhner, Christoph John, Juli, Udo Jürgens, Alexander Klaws, Mickie Krause, Joachim Król, Dieter Thomas Kuhn, LaFee, Udo Lindenberg, Peter Lohmann, Annett Louisan, Peter Maffay, Marquess, Reinhard Mey, MIA., Michael Mittermeyer, Monrose, Oomph!, Reamonn, Revolverheld, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Sasha, Schiller, Jörg Schlönvoigt, Barbara Schöneberger, Atze Schröder, Til Schweiger, Scooter, Seeed, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Tokio Hotel, Sönke Wortmann

Wirklich traurig war ich nur darüber, dass Christoph Biermann das unterzeichnet hat, zeigt er doch mit seinen gleichbleibend hochklassigen Onlineartikeln, wie es richtig geht. Ansonsten ist das da oben eine Liste von Bands, Schauspielern und sonstigem Zeug, das sich “Künstler” nennt, mit denen ich in den seltensten Fällen zu tun habe – in Zukunft werde ich sie vollständig meiden. Ist doch kindisch, Kinners. Nebenbei sind das in Sachen Musik zwei Gruppen von Bands: Die einen sind seit Jahren erfolgreich und sollten ihre Schäfchen im Trockenen haben, die anderen sind derart irrelevant, dass sie für P2P geradezu prädestiniert sind – sogar VIVA-Teenies haben genug Verstand um zu merken, dass ihre Marquess-CD in zwei Jahren keinen mehr interessiert. Oder die von Alexander Klaws. Oder Lafee. Oder Culcha Candela. Oder Monrose.

Update: Es geht nicht um Christoph Biermann, den superben Fußballjournalisten, sondern um Christoph Biemann, das Grünpullimodel der Sendung mit der Maus. Der ist mir egal. Immerhin.

Kommentare

2 Kommentare zu “Musikdarwinismus”

  1. Bendrix am April 26th, 2008 9:06 pm

    Bei wenigen Blogs die ich lese muss ich mich ab und an so Fremdschämen wie bei deinem. Immerhin.

  2. hellojed. » Blog Archive » Buffer Underrun am April 28th, 2008 12:49 pm

    [...] versucht man sich an ernsteren und besser fundierten Themen, um seinen ramponierten Ruf wiederherzustellen und recherchiert im antisemitischen postkommunistischen Milieu rund um [...]

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