Basis. Basisgrütze
Wir in Bonn haben ein tolles Onlinesystem, Basis genannt. Mit diesem System soll und muss alles möglich sein. Wir melden uns dort für Lehrveranstaltungen an, die wir vorher im dort laufenden Vorlesungsverzeichnis ausgesucht haben, belegen Seminare, melden uns für Prüfungen an und ab und erfahren dort unsere Noten, die dort verbucht werden und für Bachelor/Master-Leute quasi die Scheine ersetzen.
Man ahnt es: Theoretisch ist das so.
Praktisch ist es kein Wunder, dass es im Impressum heißt:
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Das System ist für den absoluten Idealfall designt. Also den Studenten, der all seine Klausuren im ersten Versuch besteht, niemals sein Fach wechselt und immer per eMail erreichbar ist. Das dürften ungefähr 10% der Studenten in Bonn sein. Der Rest hat Probleme.
Das fängt mit einem Freund von mir an, der zum 5. Semester sein Hauptfach wechseln musste – da das System so etwas nicht vorsieht, steht nun auch im Nebenfach das Fachsemester “1″ im Studentenausweis – was wiederum bedeutet, dass er sich nicht für seine Seminare im Nebenfach bewerben konnte, weil die ja für das 5. Fachsemester vorgesehen waren. Ein anderer Bekannter wechselte ebenfach das Hauptfach, wurde aber mit der selben Begründung für ebenjenes Hauptfach direkt ins 5. Semester eingestuft, so dass er dort seine Einführungsveranstaltungen nicht belegen konnte.
Eigentlich ja kein Problem, sollte man meinen, geht man halt zum Dozenten und klärt das persönlich. Jedoch: Wer nicht digital in den Veranstaltungen verbucht ist, kann auch die Prüfungen nicht verbucht bekommen und ist damit für das Prüfungsamt nie in diesen Veranstaltungen gewesen. Um also doch geregelt studieren zu können, muss man eine Ochsentour durch Ämter, Dekanate und Dozentensprechzimmer absolvieren.
Dazu kommt, dass das System unglaublich kompliziert ist, nicht nur für Studenten, sondern auch und gerade für Dozenten, also zum Teil schon emeritierte Professoren. Die müssen schriftlich TAN-Listen beantragen, um Studenten für Lehrveranstaltungen und Klausuren freizuschalten und deren Noten einzutragen. Die müssen sich drei Kennziffern für Veranstaltungen merken (Modul => Lehrveranstaltung => Prüfung), und diese telefonisch weitergeben – die Fehlerquote ist wahnsinnig hoch. So dürfte ich mich am Ende dieses Semesters in einem Modul für eine Prüfung in Seminar A (Dozentin X) oder B (Dozentin Y) entscheiden, anmelden kann ich mich aber nur für die Prüfung in Seminar A – bei Dozentin Y. Verstehen tut das keiner, Dozenten verlangen regelmäßig nach Screenshots, weil sie gar nicht wissen, wie das System von Studentenseite aussieht.
In den Anmeldungen zu Lehrveranstaltungen tauchen teilweise haarsträubende und studienzeitverlängernde Bugs auf – so passierte es in diesem Semester einigen Geschichtsstudenten, dass sie nun, kurz vor Semesterende, merkten, dass sie vom Basis-Portal aus einer Pflichtvorlesung einfach herausgeworfen worden waren. Nur sehr viel unbürokratische Hilfe und einige Überstunden der Verantwortlichen dürften das nun ausbügeln.
Der Anlass für das aktuelle Auskotzen ist aber der, dass sich bei mir wundersam die Module vervielfachen. Nicht, dass es meinen Schnitt verschlechtern würde, aber mein Modul im Lateinkurs habe ich NICHT drei Mal vollständig absolviert – das wäre immerhin der Leistungspunktumfang meines gesamten Nebenfaches – nein Stop, mehr als das, denn ein Modul im Nebenfach wird mir trotz auch im System bestandener Prüfung hartnäckig nicht verbucht.
Es ist furchtbar. Morgen wird das kommentierte Vorlesungsverzeichnis freigeschaltet, und dann geht es wieder rund.
Bauarbeiten
Ich baue mal wieder um hier. Kann also erstmal alles nicht funktionieren. Bitte um Verständnis.
An Inconvenient Truth
Schönster Moment der heutigen RTL-Selbstbeweihräucherungsshow: Ein alter Clip von Atze Schröder im Netzunterhemd wird gezeigt. Danach spricht er mit der nebenan sitzenden Supernanny:
Atze Schröder: “Tut mir leid Katarina, dass du das sehen musstest”
Katarina Saalfrank: “Ach, ich muss doch heute abend alles hier sehen”
Die Anfänger 2.0
Von Scrubs gibt es jetzt einen Webableger: Scrubs Interns. Und dessen erste Folge ist jetzt online:
Ich finds großartig, dafür dass es die erste Folge ist, in der quasi nur die Charaktere vorgestellt werden, was in klassischen Serien halt auf eine halbe Stunde verteilt werden kann.
List und Tücke
Eigentlich eine Überraschung, dass ich zwei CDs mit Lieblingsliedern von 2008 vollgekriegt habe, denn eigentlich war das ein bemerkenswert musikloses Jahr für mich – ein Trend, den ich jetzt umzukehren versuche. Jedenfalls erstmal die Tracklist:
1. 3OH!3 – Holler Til You Pass Out (4:10)
2. The Verve – Love Is Noise (5:29)
3. Tomte – Der letzte große Wal (3:57)
4. The Gaslight Anthem – The ‘59 Sound (3:09)
5. Biffy Clyro – Mountains (3:22)
6. Foals – Electric Bloom (4:55)
7. Constantines – Our Age (3:39)
8. Fleet Foxes – White Winter Hymnal (2:27)
9. Scarlett Johansson – Falling Down (4:55)
10. Coldplay – Lost! (3:55)
11. Peter Fox – Alles neu (4:20)
12. We Are Scientists – Chick Lit (3:53)
13. Weezer – Pork And Beans (3:08)
14. MGMT – Electric Feel (3:43)
15. Luetzenkirchen – 3 Tage Wach (5:22)
16. Mr. Oizo – Positif (2:51)
17. Sebastian – Ross Ross Ross (3:22)1. Kaiser chiefs – never miss a beat (3:08)
2. Raconteurs – Salute Your Solution (2:59)
3. Nick Cave And The Bad Seeds – Dig, Lazarus, Dig!!! (4:11)
4. The Ting Tings – Great DJ (3:24)
5. Oasis – Bag It Up (4:40)
6. Fall Out Boy – I Don’t Care (3:37)
7. Sport – Vergiss die Weltformel (5:13)
8. Rancid – Ben Zanotto (2:02)
9. HADOUKEN! – Crank It Up (3:00)
10. Death Cab For Cutie – I Will Possess Your Heart (8:25)
11. polarkreis 18 – Allein Allein (4:02)
12. Metallica – That Was Just Your Life (7:08)
13. Wolf Parade – California Dreamer (6:02)
14. Get Well Soon – Born Slippy (Nuxx) (4:53)
Es hat sich schon jetzt wieder etwas daran geändert, Santogold hätte ich gerne drin, aber der Sampler ist jetzt zu. Und irgendwann setze ich mich mal an das Mammutprojekt, von jedem Jahr seit 1995 einen Doppelsampler zu machen, auf CD 1 meine Lieblingslieder des Jahres damals und auf CD 2 meine Lieblingslieder des Jahres von heute. Puh.